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Blogreihe Teil 3: Die ersten Lebensjahre von Queen Victoria

Herzlich Willkommen und schön, dass Sie wieder die Zeit gefunden haben, um mehr über Albert und Queen Victoria zu erfahren. In der dritten Ausgabe des "Albert-&-Victoria"-Blogs, widme ich mich der Kindheit Queen Victorias.

In diesem Jahr feiern wir den 200 Geburtstag von Prinz Albert und Queen Victoria. Innerhalb dieser Blogreihe erfahren Sie mehr über das Leben und die außergewöhnliche Liebesgeschichte der beiden. Im Monat März dreht sich alles um die ersten Lebensjahre Victorias, Königin des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland.

Tipp: Rund um das Geburtstagsjubiläum erwarten Sie zahlreiche Veranstaltungen. Natürlich erhalten Sie von mir immer auch Geheimtipps, passend zum jeweiligen Monat. Alle Informationen erhalten Sie hier: albert.coburg-rennsteig.de

Geheimnisse einer Königin - Queen Victoria
Queen Victoria im Jahr 1833 © CR-georgios-kollidas_32220176 I stock.adobe

Victoria – Geburt der zukünftigen Königin

Am 24. Mai 1819, also vor 200 Jahren, erblickte Victoria als Fünfte in der britischen Thronfolge das Licht der Welt. Thronfolgerin an fünfter Stelle? Der regierende König, Georg III. hatte sieben Söhne, also eigentlich gute Voraussetzungen, um die Thronfolge zu sichern, eigentlich. Die drei jüngsten Söhne schieden wegen ihres Lebenswandels, illegitimer und fehlender Kinder als Nachfolger aus.

Georg IV., der Erstgeborene, der seinem Vater 1820 auf den Thron folgte, hatte nur eine leibliche Tochter, Charlotte. Sie und ihr Kind starben bei der Geburt 1817. An zweiter Stelle stand Frederik von York, dieser starb allerdings noch während der Regentschaft seines Bruders. So folgte Wilhelm IV., der dritte Sohn Georgs III., seinem Bruder 1830 auf den Thron. Allerdings hatte er keine überlebenden Nachfolger. An vierter Stelle stand folglich Eduard von Kent, der vierte Sohn Georgs III. Würde er eine geeignete Frau finden und mit ihr Kinder bekommen, könnten er und seine Kinder auf den Thron folgen. Eduard von Kent, das ist doch der Vater Victorias? Richtig, nun sind wir wieder bei der Geburt der künftigen Königin. Mit Hilfe Leopolds von Sachsen Coburg und Gothas heiratete Eduard von Kent Leopolds Schwester, Victoire, die ihm 1819 eine Tochter, Victoria, schenkte.

Wussten Sie schon, dass Coburg für das Jubiläumsjahr die royale Schirmherrin überhaupt gewinnen konnte? Dann lesen Sie hier.

Kensington Palast - Denkmal Queen Victoria © Alexey Fedorenko I stock.adobe.com

Erziehung zur künftigen Königin

Am 24. Mai 1819 wurde Victoria im Kensington Palace in London geboren. Einen Monat nach Victorias Geburt wurde sie dort auch getauft. Ihr Taufpate war der russische Zar Alexander, weshalb sie den Namen Alexandrine Victoria trug. Sie fragen sich vielleicht, wie die Erziehung einer zukünftigen Königin aussah. Victoria lernte Englisch, Deutsch, Latein, Griechisch, Italienisch und Französisch. Außerdem wurde sie in Geschichte, Geografie und Religion unterrichtet. Einen besonderen Schwerpunkt legte ihre Erzieherin, Louise Lehzen, auf die Kulturvermittlung. Victoria wurde in Tanz, Kunst, Reiten, Musik und Gesang ausgebildet. Regelmäßig besuchte sie das Theater. Ihr künstlerisches Talent stellte sie früh unter Beweis. So hielt Victoria die Umgebung malend fest. Auch von den Theaterbesuchen in der Theatermetropole des 19. Jahrhunderts, London, fertigte sie Skizzen an. Neben Landschaftsbildern und Theaterskizzen widmete sie sich außerdem besonders der Porträtmalerei.

Sie wollen wissen, mit welchem Spielzeug Kinder des 19. Jahrhunderts spielten? Dann besuchen Sie doch das Coburger Puppenmuseum. Ab 19. Mai ist dort passend zum Jubiläumsjahr eine eigene Ausstellung zu sehen: "Typisch British, very deutsch. Victoria & Albert als Kulturvermittler."

Queen Victoria I Porträt von Franz Winterhalter verkleinert © David Mark I Pixaby

Victoria-Königin des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland

Louise Lehzen wurde immer mehr zu einer engen Vertrauten Victorias, gerade unter der Erziehung im Kensington Systems. Kensington System? Dieses System entwickelten Victorias Mutter und deren Berater, Sir Conroy, der nach Eduard von Kents Tod 1820 eine entscheidende Rolle spielte. Das Erziehungsmodell war gekennzeichnet von Isolation und Reglementierung. Victoria hatte kaum Kontakt zu Gleichaltrigen, außerdem stand sie unter ständiger Beobachtung. Sie sollte durch das Kensington System auf ihre Aufgabe als Königin vorbereitet und zugleich als zukünftige Königin geschützt werden. Fehlende Unterrichtsfächer, wie Staatskunde oder Recht, lassen aber vermuten, dass gerade Sir Conroy andere Ziele mit der Erziehung verfolgte: Da Victoria nach dem Ableben ihres Vaters nun direkte Thronfolgerin war, wollte Conroy bis zu ihrer Volljährigkeit mit ihrer Mutter die Regentschaft ausüben und später Privatsekretär werden. Als Victoria 1835 an Typhus erkrankte, versuchte er dieses Vorhaben schriftlich festzuhalten, Victorias starker Wille und die Unterstützung Lehzens verhinderten dies. Wilhelm IV. soll in diesem Zusammenhang geäußert haben, dass er bis zu Victorias Volljährigkeit leben wolle, um diese falsche Thronübernahme zu verhindern. Tatsächlich schaffte er dies. Am 28. Juni 1837 krönte der Erzbischof von Cantebury Alexandrine Victoria als erste weibliche Souveränin seit dem 18. Jahrhundert. Ab diesem Zeitpunkt nannte sie sich nur noch Victoria und prägte ein ganzes Zeitalter.

Ausblick

Welche Ereignisse waren im viktorianischen Zeitalter prägend? Wie waren die ersten Ehejahre Victorias und Alberts? Warum wird Victoria die Großmutter Europas genannt? Sie sind neugierig? Dann seien sie schon gespannt auf den nächsten Blogbeitrag.

Bis bald Ihre Laura Göldner, M.A.

 

Übersicht zum Jubiläumsjahr " 200 Jahre Prinz Albert"

Prince Albert & Queen Victoria
Prince Albert & Queen Victoria
Im Jahr 2019 feiert die Urlaubsregion Coburg.Rennsteig den 200. Geburtstag von Queen Victoria und ihrem Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Freuen Sie sich 2019 auf ein königliches Angebot!
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