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Weihnachten ohne Weihnachtsbaum?

Was wäre Weihnachten ohne den Weihnachtsbaum. Doch das Aufstellen und Schmücken eines Baumes hat keinen historisch nachweisbaren Anfang, sondern findet sich in Bräuchen verschiedener Kulturen wieder.

Kind mit Glaskugeln am Weihnachtsbaum in der Urlaubsregion Coburg.Rennsteig © Steffi Rebhan

Immergrüne Pflanzen wie Fichte, Tanne, Kiefer, Eibe, Stechpalme, Mistel, Wacholder oder Efeu verkörperten bereits in der vorchristlichen Zeit Lebenskraft. Das Grün gab im dunklen Winter Hoffnung auf die Wiederkehr des Frühlings.

Eine der ältesten schriftlichen Erwähnungen eines Weihnachtsbaums wird ins Jahr 1527 datiert. Zu lesen ist dies in einer Akte der Mainzer Herrscher von „die weiennacht baum“ im Hübnerwald in Stockstadt am Main. Auch in einer Zunftchronik der Stadt Bremen wird von einem kleinen Tannenbaum berichtet, der im Jahr 1570 mit Datteln, Äpfeln, Nüssen, Brezeln und Papierblumen behängt und im Zunfthaus zur "allgemeyniglichen Freude" aufgestellt wurde. Von 1539 gibt es einen urkundlichen Beleg, dass im Straßburger Münster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde. Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden die Nachrichten über den Weihnachtsbaum häufiger. Als sich die englische Königin Viktoria 1840 mit Albert von Sachsen-Coburg und Gotha vermählte, kam der Weihnachtsbaum nach London.