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Neuhaus-Schierschnitz

Im südlichen Zipfel Thüringens und am südostlichen Rand des Landkreises Sonneberg liegt zwischen sanften Hügeln die Gemeinde Neuhaus-Schierschnitz mit den Ortsteilen Sichelreuth, Lindenberg und Rotheul.

Burg Neuhaus Schierschnitz mit Blick auf den Ort bei Sonneberg in Thüringen

Das über dem Ortskern von Neuhaus thronende Ensemble von Burg, Dreifaltigkeitskirche, und Schloss sowie das landschaftlich reizvolle Umland machen Neuhaus-Schierschnitz zu einem idealen Naherholungsziel. Die ursprünglich mittelalterliche Burg Neuhaus, im 13. Jahrhundert Sitz des Adelsgeschlechts der Schaumberger, wuchs bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts zu einer repräsentativen Anlage heran. 1634 erlitt sie mitten im dreißigjährigen Krieg jedoch dasselbe Schicksal wie so viele Wahrzeichen der Region und wurde weitgehend zerstört. Heute wären wohl nur noch Grundmauern erhalten, hätte nicht der Sonneberger Kaufmann und Bankier Baron Hermann von Walther Gefallen an der alten Dame gefunden und sie 1903 mit Fachwerkaufbauten im Nürnberger Stil wieder zu neuer Blüte erweckt.

Impossantes Ensemble bildet die Skyline von Neuhaus-Schierschnitz

Eben jenem Neu-Adeligen Freiherrn von Walther war es auch zu verdanken, dass Neuhaus zur gleichen Zeit ein Schloss bekam. Denn der historische Ursprungsbau auf dem südlichen Ausläufer des Burgberges war das einstige, um 1580 aus massivem Stein erbaute Amtshaus von Neuhaus. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wenig geachtet und hauptsächlich pragmatisch genutzt, verwandelte es sich nun zu einem repräsentativen Schloss im Neo-Renaissance-Stil. Im gleichen Zug erfuhr die aus dem 18. Jahrhundert stammende Bepflanzung an den Hängen des Burgberges eine großzügige Neugestaltung zum Schlosspark. Die denkmalgeschützte Dreifaltigkeitskirche am Südhang des Schlossberges hingegen überstand alle Wirrungen und Kriege seit ihrer Weihung 1593 nahezu unbeschadet und macht heute als gut erhaltener Renaissance-Bau das imposante Ensemble auf dem Burgberg komplett.

Bergbau und ehemalige innerdeutsche Grenze

Mitte des 17. Jahrhunderts begann in dem einstigen Marktflecken ein Aufschwung im Handel und Gewerbe. Die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung beschleunigte sich, nachdem 1756 im Gebiet zwischen Neuhaus-Schierschnitz und Stockheim bedeutende Steinkohlelager entdeckt worden waren. Das Wirken vor allem des Unternehmers Joseph Meyer führte zur Industrialisierung des Ortes. Hier entstanden Hüttenwerke, in denen Eisenbahnschienen und Dampfmaschinen erzeugt wurden. 1911 ging es mit dem Steinkohlebergbau zu Ende. Heute erinnert ein bergbaugeschichtlicher Rundwanderweg an die Zeit des Steinkohleabbaues und der daraus resultierenden Industrialisierung. Der Weg entlang des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens führt durch eine reizvolle Landschaft und gewährt auch Blicke auf zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten.

Details und Informationen

Gemeinde Neuhaus-Schierschnitz
Schierschnitzer Straße 9
96524 Neuhaus-Schierschnitz
+49 36764 7960

Öffnungszeiten:

Montag: 09:00 - 12:00 Uhr 
Dienstag: 09:00 - 12:00 Uhr | 13:00 - 18.00 Uhr 
Mittwoch: 09:00 - 12:00 Uhr 
Donnerstag: 09:00 - 12:00 Uhr | 13:00 - 16:00 Uhr 
Freitag: 09:00 - 12:00 Uhr

Ortsteile:

Neuhaus-Schierschnitz, Sichelreuth, Lindenberg, Rotheul

Kleiner Flug um die Burg von Neuhaus Schierschnitz
Neuhaus-Schierschnitz - Karte