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Kultur & Geschichte

Kulturelle Vielfalt wie sonst nirgends: Imposante Schlösser, mittelalterliche Burgern, das klassizistische Landestheater, Kirchen als Rückzugsorte und eine abwechslungsreiche Museumslandschaft erwarten Sie.

Veste Heldburg in Bad Colberg-Heldburg im Sommer

Die alte Theatertradition der Vestestadt Coburg kommt nicht von ungefähr, denn Kunst und Kultur hatten es den Herzögen von Sachsen-Coburg-Gotha seit jeher angetan. Lebendiges Zeichen für diese viele politische Wendungen überdauernde Leidenschaft ist das Landestheater Coburg. Nach mehr als 200 Jahren wechselnder Provisorien fasste sich Herzog Ernst I. 1837 ein Herz und ließ im Zuge der Umgestaltung des gesamten Schlossplatzes ein Theatergebäude errichten. Das klassizistische Gebäude wurde 1840 eröffnet und hat seinen von Prunk und romantischem Charme geprägten Charakter bis in die Gegenwart getragen. Als einziges Bayerisches Staatstheater außerhalb Münchens ist das Landestheater Coburg mit seinen 550 Zuschauerplätzen heute ein Besuchermagnet bis weit über die Region hinaus. Rund 240 Vorstellungen und 33 Produktionen verteilen sich auf die drei Sparten Oper und Operette, Schauspiel und Ballett. Darüber hinaus werden in der zur Studiobühne umgebauten, ehemals herzoglichen Reithalle am Schlossplatz Schauspiele, Kammeropern und Kammermusik aufgeführt. Immer wieder machen bekannte Gesichter der darstellenden Kunst Station im Landestheater Coburg. Viele Talente nutzten es bereits als Sprungbrett für große Karrieren. 

Museum Schloss Callenberg © Stiftung der Herzog von Coburg und Gotha'schen Familie

Coburg und sein Herzogtum

Historiker sind sich einig: Martin Luther leistete einen wichtigen Beitrag zu den epochalen Umwälzungen im Europa des 16. Jahrhunderts. Die Herzöge von Sachsen-Coburg erkannten unterdessen schnell die Zeichen der Zeit und engagierten sich über Generationen als Förderer von Kultur, Kunst, Wissenschaft und Bildung.

Ein besonderes Augenmerk verdient Herzog Franz Friedrich, der nicht nur den Grundstock für eine Kupferstichsammlung mit 300.000 Grafiken auf der Veste Coburg legte, sondern auch den eigenen finanziellen Nöten überaus geschickt begegnete. Paradelösung war eine kluge Heiratspolitik, dank derer fast alle Königshäuser Europas heute ihre Wurzeln in Coburg haben. Bekanntestes Beispiel: Queen Victoria von Großbritannien und
Irland und ihr Prinzgemahl Albert, die beide aus dem Haus Coburg-Sachsen stammen und direkte Vorfahren der Royal Family sind. 

Während sich die als ausgesprochen glücklich überlieferte Ehe zwischen Victoria und Albert an neun Kindern in 17 Jahren dokumentierte, übernahm Albert zahlreiche soziale Aufgaben und realisierte unter anderem die erste Weltausstellung in London. Alberts Wirken wurde mehrfach gewürdigt. Die nach ihm benannte „Royal Albert Hall“ und zahlreiche Denkmäler, unter anderem die überlebensgroße Statue auf dem Coburger Marktplatz, bezeugen die Bedeutung Alberts für das britische Königshaus und insbesondere Königin Victoria, die sich auch auf Schloss Rosenau, Alberts Geburtsort, wie zu Hause gefühlt haben soll. „Wäre ich nicht, was ich bin, so wäre hier mein wahres Zuhause“, schrieb sie einst.

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