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Coburger Puppenmuseum

Wo einst der berühmte Dichter Friedrich Rückert wohnte, erzählt das Coburger Puppenmuseum heute anschaulich von der Entwicklung der Spielpuppe und der Kindererziehung durch Spielzeug in bürgerlichen Familien.

Historische Puppe mit Kinderfrau Emma Puppenmuseum Coburg © Puppenmuseum Coburg

Das Coburger Puppenmuseum befindet sich zentral gelegen in der Coburger Innenstadt, in einem historischen Wohn- und Geschäftshaus. Am 14. Juli 1987 eröffnete das Ehepaar Lossnitzer hier das Museum und machte damit seine private Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich. Obwohl die Familie zuvor in Karlsruhe lebte und sammelte, stammen zwei Drittel der Puppen aus derSpielzeugregion Coburg.Rennsteig und haben somit in ihre Heimat zurückgefunden. Auch Carin Lossnitzer selbst ging später unter die Puppenmacherinnen und erlangte dabei internationale Anerkennung: 1991 erhielt sie den „Doty-Award“, die höchste Auszeichnung für Puppenkunst in Amerika, und im Jahr 2008 den „Max-Oscar-Arnold-Preis“ für ihr Lebenswerk.

Die Geschichte der Spielpuppe

Seit 2007 befindet sich das Coburger Puppenmuseum in der Obhut der Stadt Coburg und wurde von 2012 bis 2015 nach einem Brand grundlegend saniert und neukonzeptioniert. Die neue Dauerausstellung gliedert sich seither in vier Abteilungen:

Im Bereich „Kindheit & Familie“ zeigen Puppenstuben, Eisenbahnen und Schaukelpferde, womit die Kinder des Adels und des Bürgertums im 19. Jahrhundert spielerisch auf ihre spätere gesellschaftliche Rolle vorbereitet wurden. „Faszination Puppe“ zeichnet die Entwicklung von der Charakterpuppe zur heutigen Spielpuppe nach – ob mit Käthe-Kruse-Puppen aus der Kindheit der Großeltern oder Barbie, der Heldin der heutigen Kinderzimmer. „Die Spielzeugregion zwischen Coburg und Gotha“ stellt Materialien und Hersteller vor und „Puppen sammeln“ zeigt unter anderem Künstlerpuppen der Museumsgründerin.

Museumsbesuch Coburg - Mit allen Sinnen erleben

Bei einem Museumsbesuch können Sie nicht nur staunen: Zahlreiche Elemente laden zum Spielen und Mitmachen ein. Auf der Reise durch die Kindheit vergangener Generationen können Sie Materialien fühlen, persönliche Geschichten zu den Exponaten hören, den Duft des 19. Jahrhunderts schnuppern oder sich den Geschmack der 1950er Jahre auf der Zunge zergehen lassen.

Prominente Gäste im Coburger Puppenmuseum

Besonders anschaulich sind auch die Kostümführungen im Puppenmuseum: Kinderfrau Emma erzählt von der Kindererziehung und dem Spielzeug im 19. Jahrhundert, während Barbie in einer kurzweiligen Führung ihre Verwandtschaft in Neustadt bei Coburgund Paris und die Rolle der Frau thematisiert. Einmal im Monat kommt außerdem Dr. Thomas Packert zu Besuch. Der renommierte Puppendoktor aus Neustadt bei Coburg untersucht in seiner Sprechstunde „verletzte“ Puppen und Bären und unterzieht sie, wenn möglich, einer Behandlung in seiner Praxis. 

Details und Informationen

Coburger Puppenmuseum
Rückertstraße 2-3
96450 Coburg
+49 9561 891480

Öffnungszeiten:

Sommer (April bis Oktober)
Mo-So 11:00-16:00 Uhr

Winter (November bis März)
Mo geschlossen
Di-So 11:00-16:00 Uhr

Puppenmuseum Coburg
Coburger Puppenmuseum - Karte