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Weihnachtsland Coburg verzaubert

Die idyllische Weihnachtsstadt auf dem Coburger Marktplatz zählt zu den schönsten Weihnachtsmärkten Süddeutschlands. Beim traditionellen Kugelmarkt in Lauscha können Sie mundgeblasenen Christbaumschmuck bestaunen. Die „Fränkische Weihnacht“ in Bad Rodach und der Adventsmarkt im mittelalterlichen Städtchen Seßlach verzaubern mit liebevollen Geschenkideen von regionalen Anbietern. Auch für den kulinarischen Genuss ist gesorgt: Lassen Sie sich verwöhnen mit selbstgebackenen Plätzchen, wärmendem Glühwein und traditionellen fränkisch-thüringischen Spezialitäten.

Blick auf den Weihnachtsmarkt Coburg

Glühwein, der die Hände wärmt, der Duft von Bratäpfeln, Zimt und Zuckerwaren, manchmal auch Schnee, der unter den Stiefeln knirscht: Die Adventszeit zählt für viele Menschen zu den schönsten und stimmungsvollsten Wochen im Jahr.

Wer seine Sehnsucht und Lust auf Weihnachten vergrößern möchte, der kann das zwischen den urigen Holzbuden auf dem Coburger Weihnachtsmarkt, an den reich dekorierten Ständen des Lauschaer Kugelmarkts, im Pferdeschlitten durch den verschneiten Winterwald rund um Neuhaus am Rennweg oder in der ehemaligen „Werkstatt des Nikolauses“ in Sonneberg versuchen. Weihnachten und die Tourismusregion „Coburg.Rennsteig-grenzenlos.fränkisch“ passen einfach zusammen. Deshalb gibt es hier in den vier Adventswochen auf den zahlreichen Weihnachtsmärkten, vorweihnachtlichen Veranstaltungen und Ausstellungen zauberhafte Handwerkskunst, kulinarische Leckereien und romantische Plätze zu entdecken.

Weihnachtsmarkt Coburg Detailaufnahme © Tourismus und Stadtmarketing/Citymanagement Coburg

Weihnachtsmarkt Coburg

In Coburg verwandelt sich in der Weihnachtszeit der Marktplatz, zwischen historischem Rathaus und der alten herzoglichen Kanzlei, in eine kleine, leuchtende Weihnachtsstadt. Eine weihnachtliche Oase, die bis zum 23. Dezember täglich viele Leute anlockt. Am Abend verwandelt sich die Kulisse aus geschmückten Holzbuden, Kaminfeuerstellen, historischem Kinderkarusell und dem überdachten Treffpunkt rund um das Prinz Albert Denkmal zu einem besonderen Schauspiel: das Lichtdesign an den Jahrhunderte alten Häusern rund um den Marktplatz lässt die malerischen Gebäude in warmen Farbtönen erstrahlen. In den lebenden Werkstätten können Besucher Korbflechtern, Spielzeugmachern und Glasbläsern bei der Arbeit über die Schultern schauen. Wer es richtig originell mag und die historische Altstadt aus einer neuen Sicht erkunden möchte, der fährt eine Runde mit der Pferdekutsche und fühlt sich kurzzeitig in frühere Jahrhunderte versetzt. „Die Region präsentiert sich auf den Weihnachtsmärkten mit ihrer ganz eigenen Identität. Wir achten in Coburg sehr darauf, dass vor allem regionale Produkte angeboten werden. Die Weihnachtsmärkte sind ein Fest für Menschen in jedem Alter. Das Denkmal von Prinz Albert hat sich dabei zu einem echten Treffpunkt für Touristen, Arbeitskollegen, die sich nach Feierabend zum Glühweintrinken treffen und auch für ehemalige Coburger, die in der Weihnachtszeit ihre Heimatstadt besuchen, entwickelt“, weiß Tourismuschef Michael Amthor aus Erfahrung. Tatsächlich steigt auch in der Vestestadt im Dezember die Anzahl der Übernachtungen an. Es gibt begeisterte Weihnachtsmarktbesucher, die im Dezember von Markt zu Markt reisen, um möglichst viele verschiedene Städte und ihre Traditionen kennenzulernen. Aber schmeckt die Bratwurst im Kerzenschein tatsächlich besser? Wahrscheinlich nicht, aber viele Besucher genießen dabei einfach das Abtauchen in schöne Kindheitserinnerungen, als Weihnachten tatsächlich noch die Zeit der Besinnung war. Und so stehen zwischen den Holzhütten und Kinderchören nicht der Punsch, das Kunsthandwerk oder die Bratwurst im Vordergrund, sondern das Gefühl von Tradition und weihnachtlicher Vorfreude.

Weihnachtsmärkte sind besondere Orte mit eigenen Regeln: Trubel und Enge werden hier nicht als beklemmend, sondern als gemütlich empfunden. Die Menschen lassen sich Zeit zum Schauen und Schlendern. Die Schlangen an den Glühweinständen werden gerne in Kauf genommen. In der Weihnachtszeit sehnt sich jeder etwas nach Ruhe und Bräuchen oder Rezepten aus der guten alten Zeit. Deshalb verbreiten Weihnachtsmärkte in historischen Städten oder idyllischen Ortschaften eine besondere Anziehung.

Sonneberg Aufnahme Rathaus zur Weihnachtszeit © Heidi Losansky

Erfinder des Gläsernen Christbaumschmucks

Entstanden sind viele Traditionen rund um Weihnachten in der Region Sonneberg, wo seit Jahrhunderten findige Handwerker für Innovationen sorgten.

Kein Wunder also, dass hier am Rande des Thüringer Waldes, in einer der bedeutendsten Glasregionen Mitteleuropas, 1847 der gläserne Christbaumschmuck erfunden wurde. Angeblich aus der Not heraus. Es heißt, dass arme Glasbläser, die es sich nicht leisten konnten ihren Weihnachtsbaum mit echten Äpfeln und Nüssen zu schmücken, für die Kinder die ersten Formen aus Glas herstellten und bemalten. Diese gläsernen Früchte und Nüsse gelten als Vorreiter der heutigen Christbaumkugeln. Zwischen 1870 und 1939 wurden bereits rund 5000 verschiedene Formen hergestellt.

Etwa um 1880 wurde die amerikanische Handelskette Woolworth auf die Lauschaer Erzeugnisse aufmerksam und kurze Zeit später war der Baumschmuck aus Glas bereits ein Exportschlager. Christbaumschmuck wurde in Heimstätten gefertigt und über die Sonneberger Verlagshäuser in alle Welt verkauft. Wer sehen möchte, wie kunstfertigt und kreativ die Glasbläser noch heute ihre Formen blasen, der sollte in der Vorweihnachtszeit Lauscha besuchen. Dort findet am ersten und zweiten Advents-Wochenende der Lauschaer Kugelmarkt statt. Im Zentrum des traditionellen Handwerksortes können Besucher aus einer großen Auswahl an handgefertigtem Christbaumschmuck und Lauschaer Glaskunst ihre Lieblingsstücke aussuchen. Interessierte können zusehen, wie der berühmte Christbaumschmuck manuell geblasen wird.

Im Dezember erwartet Besucher in Sonneberg zwischen Bahnhofs- und PIKO-Platz der „größte“ Adventskalender zwischen Rennsteig und Main. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts galt Sonneberg als „Werkstatt des Weihnachtsmannes“ und das völlig zu Recht. In der einstigen „Weltspielwarenstadt“ lief rund 25 Prozent des internationalen Spielwarenhandels über Sonneberger Firmen und große internationale Einkaufshäuser. Im Jahre 1880 gab es in und um Sonneberg insgesamt 321 Spielzeugfirmen – und Hersteller. Hier wurden neben den traditionellen Holzspielwaren auch Puppen und Plüschtiere hergestellt. Viele davon fanden sich auf den Gabentischen von Kindern in der ganzen Welt wieder. Zudem gilt Sonneberg neben dem Erzgebirge als Heimat des Nussknackers. Wer mehr über die Entstehungsgeschichte des Spielzeugs erfahren möchte, kann das Deutsche Spielzeugmuseum oder das Deutsche Teddybärenmuseum in Sonneberg besuchen.

Pferdekutschfahrt im Winter © Andreas Weise | Thüringer Tourismus GmbH

Romantisches Winterwunderland

Wem nach Punsch, Glühwein und Markttrubel dem Sinn nach mehr Besinnlichkeit steht, für den gibt es in Neuhaus am Rennweg einen Geheimtipp:

Dort können Winterfans bei einer Pferdeschlittenfahrt durch den verschneiten Winterwald die außergewöhnliche Landschaft genießen. In Decken eingehüllt ist die Fahrt für große und kleine Gäste ein ganz besonderes Erlebnis und eine gute Möglichkeit den Thüringer Wald bei Schnee kennenzulernen. Zu hören ist nur das Schellengeläut der Schlitten, das Schnauben der Pferde und das Knirschen des Schnees unter den Kufen.