In 5 Tagen

Mit jeder Faser

Auf einen Blick


Textilien sind Stoffe, die wir für Kleidung, Badetücher, Vorhänge, Polstermöbel, aber auch für Netze, Gurte, Filter, Schutz-, Speicher- und Isoliermatten und vieles andere benötigen. Der Ausdruck „Textilie“ kommt aus dem Lateinischen und hat mit dem Tätigkeitswort „weben“ zu tun. Zu den Textilien gehören aber nicht nur Gewebe, sondern auch Fasern.

Naturfasern werden entweder aus pflanzlichen oder tierischen Grundstoffen hergestellt. Dabei gab es schon immer regionale Unterschiede: In Deutschland wurden für die ersten Textilien vor allem Leinen und Wolle genutzt, während in tropischen Gebieten besonders Baumwolle verwendet wurde. Es gibt aber noch viele andere Pflanzen, die Textilfasern bieten: Dies sind z. B. Leinen, Hanf, Jute, Kokos und Sisal. Allen gemeinsam ist, dass sie größtenteils aus Zellulose, dem Hauptbestandteil von Pflanzen, bestehen.

Tierische Fasern bestehen aus Eiweißverbindungen, die von Tierfellen oder -haaren stammen. Dazu gehören z. B. Schurwolle (Schaf), Flaumwolle (Alpaka- oder Kamelhaar), Angora (Angorakaninchen), Kaschmir (Kaschmirziege), Mohair (Mohairziege) und Rosshaar (Pferd). Im asiatischen Raum ist Seide, die aus den Kokons verpuppter Seidenraupen hergestellt wird, bereits lange bekannt. Sie wird z. B. für edle Halstücher oder die traditionellen Kimonos verwendet.

Regeneratfasern werden in einem chemischen Prozess aus dem natürlichen Rohstoff Zellulose hergestellt und zählen deshalb nicht zu den natürlichen Fasern. Besonders häufig verwendet werden z. B. Viskose und Lyocell.

Synthetische Fasern werden im Gegensatz dazu durch unterschiedliche Prozesse aus Erdöl, Kohle oder Erdgas hergestellt. Sie sind in den meisten Bekleidungstextilien enthalten. Diese „Chemiefasern“ werden mit verschiedenen Spinnverfahren zu Fäden geformt, sind sehr strapazierfähig und pflegeleicht. Zu den bekanntesten Synthesefasern gehören z. B. Polyester (Trevira), Polyamid (Nylon) und Polyurethan (Elastan).

Die Ausstellung entführt in die Welt der Fasern. Dabei geht es nicht allein um altbekannte Materialien wie Wolle oder Flachs. Im Fokus stehen auch moderne synthetische Fasern, die uns heute vielfach umgeben und ständig weiterentwickelt werden. Die Besucherinnen und Besucher können eine große Vielfalt von Tier-, Pflanzen- und Kunstfasern kennen lernen und berühren.

Termine im Überblick

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Naturkunde-Museum Coburg
Park 6
96450 Coburg

Tel.: 09561 / 80810
Fax: 09561 / 808140
E-Mail:

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