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Morizkirche Coburg Innenaufnahme © Von Foto: Störfix, Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49672249

Sehenswerte Kirchen & Denkmale

Original-Schauplätze und Denkmale epochaler Umwälzungen.

Wer einen Blick zurück in die Geschichte der Region Coburg-Rennsteig wirft, stößt immer wieder vor allem auf zwei große Namen: Martin Luther und Prinz Albert, Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha. Historiker sind sich einig: Martin Luther leistete einen wichtigen Beitrag zu den epochalen Umwälzungen im Europa des 16. Jahrhunderts. Die Herzöge von Sachsen-Coburg erkannten unterdessen schnell die Zeichen der Zeit und engagierten sich über Generationen als Förderer von Kultur, Kunst, Wissenschaft und Bildung.

Kirchen und Denkmäler haben die Spuren damaliger Ereignisse bis in die Gegenwart getragen. Die Stadtkirche St. Johannis in Bad Rodach etwa, wo 1529 ein protestantisches Verteidigungsbündnis geschlossen und so der Frieden bewahrt wurde, ist Teil des Lutherweges, der auf den Spuren des Reformators über 1000 Kilometer durch Thüringen und in den Etappen 13 bis 19 zu bedeutenden Platzen der Reformation in der Region Coburg.Rennsteig führt.

Ein besonderes Augenmerk verdient die Marienkirche „Zu unserer lieben Frau“ am Heldburger Marktplatz, die vor ihrem Baubeginn 1502 noch als rein katholischer Bau konzipiert wurde. Dem leidenschaftlichen Wirken des Geistlichen Friedrich Schwab und der Schützenhilfe des Dorfschulmeisters Johannes Schrimpf aber ist es zu verdanken, dass in Heldburg 1528 die Reformation Einzug hielt und in der Stadtkirche seit ihrer Fertigstellung 1537 nur evangelische Gottesdienste stattfanden. Die älteste ihrer drei Bronzeglocken stammt aus dem Jahr 1483, dem Geburtsjahr Martin Luthers.

Das Prinz-Albert-Denkmal

Mit Prinz Albert, dem 1819 geborenen jüngeren Bruder von Herzog Ernst II. hat das Herzogtum seinen berühmtesten Vertreter gefunden, begründet durch dessen Heirat mit Queen Victoria von Großbritannien und Irland, deren fast 64 Jahre dauernde Regentschaft bis zu ihrem Tod 1901 das britische Weltreich zu seiner größten Ausdehnung führte und ihren Namen zur Legende machte. Während sich die als ausgesprochen glücklich überlieferte Ehe zwischen Victoria und Albert an neun Kindern in 17 Jahren dokumentierte, übernahm Albert zahlreiche soziale Aufgaben und realisierte unter anderem die erste Weltausstellung in London Alberts Wirken wurde mehrfach gewürdigt. Die nach ihm benannte Royal Albert Hall und zahlreiche Denkmäler, unter anderem die überlebensgroße Statue auf dem Coburger Marktplatz bezeugen die Bedeutung Alberts für das britische Königshaus.

Das Herzogshaus Coburg-Sachsen und Gotha und seine ebenso wechselvolle wie spannende Geschichte wird noch heute in zahlreichen Bauwerken und Denkmälern sichtbar. Das Coburger Landestheater, das Palais Edinburgh, das Denkmal für Herzog Ernst I. im Zentrum des Coburger Schlossplatzes, das imposante Reiterdenkmal für Herzog Ernst II. im Coburger Hofgarten, das nahegelegene Naturkundemuseum und Schloss Rosenau in Rödental seien hier beispielhaft aufgezählt.