Suchen & Buchen

Deutsches Spielzeugmuseum

Einst war das thüringische Sonneberg eine der größten Spielwarenmetropolen, die es je gegeben hat. An diese Vergangenheit der Weltspielwarenstadt erinnert heute das Deutsche Spielzeugmuseum.

Steinacher Spielzeugschachtel in Coburg.Rennsteig_Sie sehen antikes Spielzeug © Ulrich Kurtz

Spielwaren haben in Sonneberg und Umgebung eine lange Tradition. Während des 18. und 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Region zu einem Zentrum der Spielwarenherstellung in Europa. Damit einhergehend spielte auch das Sammeln von Spielzeug in der Sonneberger Gegend seit jeher eine wichtige Rolle. Während die gesammelten Objekte damals eher als Anschauungsmaterial für die gewerbliche Bildung dienten, belegen sie heute auf eindrucksvolle Weise die Geschichte der Spielzeugherstellung in der Region, in Europa und darüber hinaus.

Zeitreise durch die Geschichte des Spielzeugs

Das 1901 auf Initiative des Lehrers Paul Kuntze als „Industrie- und Gewerbemuseum des Meininger Oberlandes“ gegründete Deutsche Spielzeugmuseum gilt als älteste Spielzeugsammlung Deutschlands. Die Ausstellung seltener und sehenswerter Exponate im historischen Museumsgebäude führt auf eine Zeitreise durch die Kulturgeschichte des Spielzeugs. In zwei Spielbereichen und bei verschiedenen museumspädagogischen Kreativangeboten können sich die jüngeren Besucher selbst beim Spielen austoben.

Vom Mittelalter bis zur Neuzeit

Auf der ersten Ebene gibt es technisches Spielzeug von den Anfängen bis zur Gegenwart zu entdecken. Beginnend bei Spielzeug aus dem Mittelalter über hölzerne Spielwaren aus dem 18. und 19. Jahrhundert bis hin zur Dampfmaschine, Blechspielzeug als früher Form der industriellen Massenproduktion und ersten Modelleisenbahnen führt die Ausstellung durch die Entwicklung der Spielwarenproduktion. Eine Etage darüber erzählen Exponate von der Antike bis zur Neuzeit die Geschichte der Spielpuppe.

Schaustücke mit Weltruhm

Höhepunkt des Museums sind die beiden Schaustücke „Gulliver in Liliput“ und „Thüringer Kirmes“ als seltene Zeugnisse der Werbung der Spielwarenindustrie. „Gulliver in Liliput“ entstand auf Grundlage des Satire-Romans „Gullivers Reisen“ und wurde auf der Berliner Gewerbeausstellung 1844 und der Londoner Weltausstellung 1851 mit Preisen und großer Aufmerksamkeit bedacht. Noch prominenter ist die „Thüringer Kirmes“, welche anlässlich der Weltausstellung 1910 in Brüssel von 37 Sonneberger Firmen sowie Schülern der Industrieschule, Modelleuren und Handwerkern umgesetzt und mit einem „Grand Prix“ ausgezeichnet wurde. Die berühmte Ausstellungsgruppe mit 67 zum Teil fast lebensgroßen Figuren ist ein faszinierendes Zeugnis aus der großen Zeit der Sonneberger Spielwarenindustrie.

Details und Informationen

Deutsches Spielzeugmuseum
Beethovenstraße 10
96515 Sonneberg
+49 3675 4226340

Öffnungszeiten:

Mo geschlossen
Di-So 10:00-17:00 Uhr

24. und 31. Dezember 10:00-13:00 Uhr und 25. Dezember sowie 01. Januar 13:00-17:00 Uhr geöffnet.

Deutsches Spielzeugmuseum - Karte