„Bei der Verwertung des geschlagenen Holzes spielt für den Produzenten eine möglichst günstige Abfuhrgelegenheit die wesentlichste Rolle. Wohl bargen unsere Täler und Höhen unermessliche Reichtümer der begehr-testen Handelshölzer und des unentbehrlichsten Brennholzes. Wohl waren die Fränkischen Wälder eine sichere Vorratskammer der bereits holz-entblößten vorliegenden „Fränkischen Ebene“ und der Residenz Coburg, allein aus den weglosen wilden Gebirgstälern war die Holzbeförderung auf der Achse nur mit den allergrößten Schwierigkeiten und unter kostspieligen Umständen zu bewerkstelligen. Darum suchte man die fehlenden Abfuhr-wege durch die vorhandenen Wasserläufe zu ersetzen. Seitens der Forst-verwaltung versuchte man auf Mittel und Wege zu trachten, ob man nicht an den Orten das Holz, da es auf der Achse ohne große Unkosten nicht fortzubringen war, an die Wasserläufe des Fürstentums bringen könnte. Durch Flößen könnte das Holz mit geringeren Kosten für Land und Leute seiner vorgesehenen Nutzung zugeführt werden. Das Flößen von Holz auf dem Steinachfluß wurde schon seit uralter Zeit mit reichem Gewinn für Flößer und Holzhändler nach Franken betrieben. …“schrieb einst Karl Greiner in seinem Werk „Von den Holzgewerken zur Spielzeugindustrie“.Flößen ist gebundener Stammholztransport auf Wasser, während die Trift den Einzeltransport von Stammholz bzw. Scheitholz umfasst.Der bereits vor 1220 Jahren im „Banzer Reichsurbar“ genannte Stei-nachfluß wurde bereits vor 709 Jahren vermutlich im Unterlauf als Wasserstraße zum Flößen genutzt.Der Vortrag von Herrn Dipl.-Ing. Karl Heinz Luthardt, Arch. im Ruhest. findet am 19. Febr. 2026 im Gasthaus zum Goldenen Anker statt und beginnt um 19 Uhr.