Das filigrane Figurenensemble fängt die unbeschwerte Stimmung eines warmen Spätsommertages im Grünen mit großer Detailverliebtheit ein. Die Szene zeigt idyllische Momente der Gartenarbeit: Während eine Frau fürsorglich die Gießkanne bereithält, pflückt der junge Mann eifrig einen bunten Blumenstrauß. Ein kleines Mädchen mit einer einzelnen Blume und ein prachtvoll gewachsener Strauch voller reifer Beeren runden das spätsommerliche Gesamtbild ab.
Die hohlgeblasenen Figuren entstanden um 1925 und zeugen von der herausragenden Handwerkskunst des Kunstglasbläsers Arno Müller-Bauer (1894 – 1978). Seine hauchdünnen, hohlgeblasenen Figuren- und Tierdarstellungen sowie seine detailreichen Naturszenerien machten ihn bereits Ende der 1920er Jahre weit über die Landesgrenzen bekannt. Jedes Element wurde meisterhaft aus Glasröhren frei vor der Lampe geblasen oder aus farbigen Glasstäben geformt. Mit erstaunlicher Lebendigkeit zeigt das filigrane Meisterwerk das emsige Treiben beim Sammeln von Blumen und reifen Früchten.
Das ausgestellte Ensemble ist Teil der großen bedeutenden Sammlung, die in diesem Jahr in das Museum eingegangen ist. Als erster Vorgeschmack auf die kommende Sonderausstellung im Jahr 2027 wird die Figurengruppe als Vorab-Highlight der Sammlung Müller-Bauer als Objekt des Monats präsentiert.
Die Szenerie ist bis zum 18.10.2026 im Museum für Glaskunst Lauscha zu bewundern.